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Mittelpunkt des Konzeptes steht die mündliche Kommunikation durch die
Verbreitung frei erzählter Märchen durch ausgebildete Erzähler/innen.
Märchen haben eine stabile Struktur, es existiert ein Muster, was im
Thema variiert. Diese Struktur bildet für die Kinder eine verlässliche
Grundlage, um sich Handlungen und Wortschätze selbstständig zu
erschließen. Unbekannte Worte regen zum Nachfragen an. Märchen erhalten
über Jahrhunderte hinweg kontinuierlich gesammelte Wortschätze. Märchen
erzählen von Regeln, Sitten und Gebräuchen unterschiedlichster
Nationen. Märchen sind Zeugnisse von Zukunftswünschen und daher
zeitlos. Sie widmen sich den entscheidenden Themen des Lebens: Treue
und Verrat, Wunsch und Realität, der Hoffnung auf den Sieg der hellen
Seiten. Durch das jahrgangsübergreifende Lernen und die Erfahrungen mit
den Starterklassen an der Wilhelm Hauff Grundschule zeigt sich, in
welchem Maße Kinder bei Schuleintritt Defizite aufweisen. Bis auf
wenige Ausnahmen sind sinnliche Erfahrungen nicht vorhanden. Sie sind
die Grundlage für den Spracherwerb, denn sie kommentiert Handlungen.
Sprache bildet die Basis für eigenes Verstehen und Kommunikation mit
anderen. Diese Kinder haben überwiegend Migrationshintergründe, deren
Eltern ungenügende Fähigkeiten, ihren Kindern beim Spracherwerb ein
verlässlicher Partner zu sein. In der Wilhelm Hauff Grundschule
erhalten alle Klassenstufen 1-3 einmal wöchentlich eine spezielle
Sprachförderung durch eine Erzählstunde. Dieses Modell soll auf die
Kindergärten übertragen werden, um einen gelingenden Übergang vom
Kindergarten zur Schule zu gestalten. Ein Schwerpunkt des Anliegens ist
der Aufbau einer durchgängigen Sprachbildung, welche mit den Methoden
des freien Erzählens umgesetzt werden soll. Das Projekt ist für Kinder ab 3 bis 6 Jahre geeignet. Das Muster der Stunden wird denen der Schule gleichen, um die auditive Wahrnehmung zu fördern. Die Kinder werden zu solistischem eigenständigem Erzählen angeregt. Sie sollen im Umgang mit sich selbst, in der Familie und in der Öffentlichkeit mit fremden Personen eigenständig kommunizieren können. Der Übergang zur Schule soll klaffende Lücken schließen und Kinder auf das jahrgangsübergreifende Lernen vorbereiten. Soziales Verhalten und sinnliche Erfahrungen sollen miteinander in Verbindung treten, um Isolationen zu verhindern. Die Kinder sollen mit einen Grundpotenzial an sinnlichen und kulturellen Erfahrungen stabilisiert werden und öffentliche Präsentationsmöglichkeiten erhalten. Eine Anschlussfinanzierung ist zu derzeitigen Bedingungen nicht planbar. Das Projekt richtet seinen Inhalt daher so aus, dass die gesamte Arbeit speziell ausgearbeitet wird, um einen Fundus zu schaffen, mit dem weiter gearbeitet werden kann. Im weiteren Sinne kann jetzt schon festgestellt werden, dass sich das gesamte Projekt absolut auf Nachhaltigkeit bezieht. Partner des Projektes:
Der antragsstellende Verein sowie die Partner werden das Projekt auf den Homepages präsentieren. Der gesamte Verlauf wird dokumentiert. Das Projekt beinhaltet den Zeitraum September 2010 bis Dezember 2012. So sollten notwendige Evaluation zeitlich gestaffelt vorgenommen werden, welche auch auf die unterschiedlichen Ferienzeiten eingehen sollte. Träger: Friedrichshainer Kinder-und Jugendtheater . V. ![]() |