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Durchgängige Sprachbildung von der Kita bis zur Grundschule


Einrichtung einer durchgängigen Sprachbildung an Kindertagsstätten (Kitas) und der Wilhelm Hauff Grundschule

vom 23.08.2010 bis 31.12.2012

Im Mittelpunkt des Konzeptes steht die mündliche Kommunikation durch die Verbreitung frei erzählter Märchen durch ausgebildete Erzähler/innen. Märchen haben eine stabile Struktur, es existiert ein Muster, was im Thema variiert. Diese Struktur bildet für die Kinder eine verlässliche Grundlage, um sich Handlungen und Wortschätze selbstständig zu erschließen. Unbekannte Worte regen zum Nachfragen an. Märchen erhalten über Jahrhunderte hinweg kontinuierlich gesammelte Wortschätze. Märchen erzählen von Regeln, Sitten und Gebräuchen unterschiedlichster Nationen. Märchen sind Zeugnisse von Zukunftswünschen und daher zeitlos. Sie widmen sich den entscheidenden Themen des Lebens: Treue und Verrat, Wunsch und Realität, der Hoffnung auf den Sieg der hellen Seiten. Durch das jahrgangsübergreifende Lernen und die Erfahrungen mit den Starterklassen an der Wilhelm Hauff Grundschule zeigt sich, in welchem Maße Kinder bei Schuleintritt Defizite aufweisen. Bis auf wenige Ausnahmen sind sinnliche Erfahrungen nicht vorhanden. Sie sind die Grundlage für den Spracherwerb, denn sie kommentiert Handlungen. Sprache bildet die Basis für eigenes Verstehen und Kommunikation mit anderen. Diese Kinder haben überwiegend Migrationshintergründe, deren Eltern ungenügende Fähigkeiten, ihren Kindern beim Spracherwerb ein verlässlicher Partner zu sein. In der Wilhelm Hauff Grundschule erhalten alle Klassenstufen 1-3 einmal wöchentlich eine spezielle Sprachförderung durch eine Erzählstunde. Dieses Modell soll auf die Kindergärten übertragen werden, um einen gelingenden Übergang vom Kindergarten zur Schule zu gestalten. Ein Schwerpunkt des Anliegens ist der Aufbau einer durchgängigen Sprachbildung, welche mit den Methoden des freien Erzählens umgesetzt werden soll.

Das Projekt ist für Kinder ab 3 bis 6 Jahre geeignet. Das Muster der Stunden wird denen der Schule gleichen, um die auditive Wahrnehmung zu fördern.

Die Kinder werden zu solistischem eigenständigem Erzählen angeregt. Sie sollen im Umgang mit sich selbst, in der Familie und in der Öffentlichkeit mit fremden Personen eigenständig kommunizieren können. Der Übergang zur Schule soll klaffende Lücken schließen und Kinder auf das jahrgangsübergreifende Lernen vorbereiten. Soziales Verhalten und sinnliche Erfahrungen sollen miteinander in Verbindung treten, um Isolationen zu verhindern. Die Kinder sollen mit einen Grundpotenzial an sinnlichen und kulturellen Erfahrungen stabilisiert werden und öffentliche Präsentationsmöglichkeiten erhalten.

Eine Anschlussfinanzierung ist zu derzeitigen Bedingungen nicht planbar. Das Projekt richtet seinen Inhalt daher so aus, dass die gesamte Arbeit speziell ausgearbeitet wird, um einen Fundus zu schaffen, mit dem weiter gearbeitet werden kann. Im weiteren Sinne kann jetzt schon festgestellt werden, dass sich das gesamte Projekt absolut auf Nachhaltigkeit bezieht.

Partner des Projektes:
  • vier Kindertagessstätten: Villa Römer, Putte e. V.,  Panketal, Freienwalder Straße,
  • weiterhin die Wilhelm Hauff Grundschule,
  • die Bibliothek am Luisenbad,
  • FÖRMIG – Transfer, das Quartiersmanagement Soldiner Straße  und der antragsstellende Verein. 
Genannte Institutionen haben sich zu einem Bildungsverbund zusammengeschlossen.
Der antragsstellende Verein sowie die Partner werden das Projekt auf den Homepages präsentieren.  Der gesamte Verlauf wird dokumentiert. Das Projekt beinhaltet den Zeitraum September 2010 bis Dezember 2012. So sollten notwendige Evaluation zeitlich gestaffelt vorgenommen werden, welche auch auf die unterschiedlichen Ferienzeiten eingehen sollte.

Träger: Friedrichshainer Kinder-und Jugendtheater . V.


Friedrichshainer Kinder- und Jugendtheater e. V.